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Auf Nachfrage nun einige weitere Dinge bzgl. Zentrium:

 

Die Welt-, Erd- oder Himmelsfälle

Die mittlere Weltebene Dreilands, Zentrium nämlich, befindet sich frei im Raum schwebend, während die Sonne um sie und Oberland, die obere Ebene, kreist. Oberland ist ebenso durch einen Fall mit Zentrium verbunden, wie dieses durch einen Fall mit Unterland verbunden ist. Man darf hier von einem riesigen Wasserfall ausgehen. Das Wasser des Fallmeeres im Südwesten Zentriums fließt an den Kanten dieses Meeres hinab gen Unterland. Auch wenn man es schaffen würde, über der Kante zu schweben oder an ihr mit einem Schiff zu treiben, wäre es unmöglich, bis auf Unterland hinab zu blicken. Die Entfernung ist schlichtweg zu groß für jedes Auge oder Fernrohr. Hinzu kommt, dass sich das Licht zwischen Zentrium und Unterland verliert. Das Wasser fällt über große Distanz durch völlige Dunkelheit. Ob es darum herum atembare Luft gibt, ist nicht bekannt, allerdings hält man unter gewissen Umständen ein Durchfliegen der Distanz zwischen Zentrium und Unterland für grundsätzlich möglich. Ähnlich verhält es sich mit dem Fallmeer im Nordosten Zentriums. Hier stürzt ein Wasserfall vom Himmel herab und ergießt sich in das Fallmeer. Der Ursprung dieser Wasserverbindung nach Oberland verliert sich auch fürs schärfste Auge irgendwo hoch im Himmel über Zentrium. Wie weit fliegende Wesen an ihm aufsteigen können, vermögen wohl nur sie zu sagen. Die Entfernung nach Oberland ist jedoch mindestens ebenso groß wie jene nach Unterland.

 

Die Ränder Zentriums

Abgesehen von den Kanten der Fallmeere hat Zentrium logischerweise überall einen Rand, der an jeder Stelle auf den leeren Raum trifft. Im Westen wird der Zugang beinahe gänzlich durch ein Hochgebirge belegt, im Osten durch das Ostmeer. Im Norden und Süden gibt es kaum erwähnenswerte Landschaftsphänomene – dort endet Zentrium einfach nur. Nun ist es für sterbliche Wesen möglich, an den Rändern zu wandeln, doch nicht ohne weiteres. Auf die Ränder Zentriums wirken kosmische Kräfte des leeren Raumes ein, die mitunter tödliche Auswirkungen haben: plötzlich auftretende extreme Kälte oder Hitze, Flirren der Luft, Diffuses Licht, Aussetzen aller Naturgesetze, Schwanken des Bodens, unvermitteltes Ausbleiben von atembarer Luft, etc. Wesen, die sich in religiösem Wahn oder aus selbstmörderischen Gründen dort hinabstürzen wollten, haben dies selten geschafft, sondern eher den Verstand verloren. Einige Magier, Engelsmenschen, Drachen, Zentriken oder ähnlich mental starke Wesen, können relativ unbehelligt an Rändern wandeln, doch unerfahrenen Sterblichen ist dringlichst davon abzuraten. Aus diesem Grunde konnte es sich auch nie als Gepflogenheit durchsetzen, zum Tode Verurteilte oder unliebsame Gegenstände einfach in den Abgrund zu stürzen – ganz davon abgesehen gibt es unterschiedliche Denkweisen darüber, was mit einem Stürzenden passiert. Ob er stirbt, nach Unterland oder Oberland gelangt, ob er ewig in der Leere treibt oder von fliegenden Kreaturen, die mancher im leeren Raum vermutet, erbeutet oder gerettet wird, kann niemand genau sagen, denn niemand, der Zentrium verließ, kehrte danach zurück. Zumindest weiß man von niemandem. Im Allgemeinen wird gemunkelt, dass einige Engelsmenschen und Magier einen Sprung zurück geschafft hätten, aber es gibt keine gesicherten Erkenntnisse darüber.

 

Der Wasserhaushalt der Fallmeere und des Ostmeers

An den Rändern des Ostmeeres, die kartographisch nicht sonderlich genau bestimmt werden können, schwappt das Wasser bei Wellengang – also eigentlich fortwährend – über den Rand und fließt unkontrolliert in den leeren Raum. Es tritt kein gebündelter Abfluss in Form eines Falles auf. Ähnliches gilt für das nördliche Fallmeer, welches Wasser aus Oberland empfängt. Über seine eigene Kante tritt jedoch auch kaum etwas aus. Das südliche Fallmeer beginnt mit flachem Ufer, dann fallen die unterseeischen Gebirge rasant auf enorme Tiefe ab. Man könnte auch sagen, das Südmeer liegt schräg wie ein Ausguss. Wasser generiert es vor allem aus unerforschten unterirdischen Quellen, zudem aus Regen und Flusswasser. Es kann seinen Wasserstand beinahe ganzjährig unverändert halten. Segelt man auf ihm, verspürt man eine starke Strömung gen Süden, gegen die es anzukämpfen gilt. Umgekehrt ist es beim Nordmeer. Dort treibt die Strömung ein Schiff in Richtung des Landes. Würde all das hernieder stürzende Wasser den Pegel erhöhen, so würde Zentrium ertrinken. Das Nordmeer ist wie eine Wanne, aus der Wasser absickern kann. Man vermutet, dass das Nordmeer über unterseeische, tiefe Kanäle und Gänge einen Großteil der Flüsse und Seen Zentriums bis weit in den Süden hinein unterirdisch speist. Es gibt also nur einen großen Wasserabfluss aus Zentrium. Auch Flüsse, die an anderer Stelle selbsttätig über den Rand schießen, verlieren sich im leeren Raum.

 

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