Über Walden und das Volk der Waldmenschen


Allgemeines

Walden ist ein Land und kein Reich. Der oberste Herrscher Waldens ist der Waldfürst, der manchmal auch Großherzog oder Großfürst genannt wird. Er ist kein König, doch sein Amt ist erblich. Sein Sitz ist die Waldburg Keilersfels im Landesteil Edelwalden. Grob gegliedert ist das Land Walden in drei Teile: Hirschwalden im Nordwesten, Büffeltal im Süden und Edelwalden im Nordosten. Diese Teile wiederum sind in Waldgrafschaften unterteilt. Eine davon ist Forsting, welches mitten in Hirschwalden liegt. Walden wird ausschließlich von Waldmenschen bewohnt, die man sonst nirgendwo in Zentrium antrifft. Das Land Walden gehörte bis 699 zum Königreich Aron und spaltete sich kriegerisch davon ab. Um Walden von Westen nach Osten zu Fuß zu durchqueren, benötigt man mindestens 18 Tage, von Nord nach Süd sind es mindestens 11 Tage - diese Angaben beziehen sich allerdings auf die reine Entfernung und es wird dabei nicht bedacht, dass Flüsse, Gebirge, und im Falle Waldens vor allem Wälder umgangen beziehungsweise mühsam durchquert werden müssten. Das Land Walden grenzt an Rogland im Norden und an Turmingen im Süden. Vom Königreich Aron im Westen ist es durch die Südlichen Zackenberge getrennt.


Flüsse, Seen, Meere

In Walden gibt es im Grunde nur einen bedeutsamen und großen Fluss, nämlich den Rossfluss, der das Land von West nach Nordost komplett durchschneidet und nur einen Tagesmarsch nördlich der Nordgrenze Waldens in Rogland ins Ostmeer mündet. Die großen Wälder Waldens liegen beinahe ausschließlich nördlich des Rossflusses. Der Rossfluss durchfließt vier besonders schöne und zauberhafte Seen. Im Westen liegen sehr nah hintereinander der Morgensee, der Tausee und der Hornsee, im Nordosten der Glitzersee, welcher der größte der vier Seen Waldens ist. Die Quelle des Thulrog-Flusses liegt im äußersten Nordwesten Waldens im Zackengebirge, doch fließt er bei Schwarzgreif schon nach Rogland hinaus und wird von Waldmenschen meist kaum genutzt oder beachtet. Walden grenzt im äußersten Nordosten an die Walden-Bucht des Ostmeers, hat jedoch keinen bedeutenden Seehafen.


Landschaft

Die Landschaft besteht südlich des Rossflusses aus Wiesen, Weiden und braunen Ebenen, in denen Unmengen von Büffeln leben. Nördlich des Rossflusses dominieren dichte, große und sehr alte Wälder, die auch als „alte Welt“ bekannt sind, als wären sie das Herz aller Wälder Zentriums. Besonders erwähnenswert ist das sehr große Rosendorndickicht unweit des Hornsees. An der Südgrenze finden sich die Schneeberge, welche Gipfelhöhen von gut 4000 Metern erreichen.


Wetter

Das Klima ist gemäßigt bis rau. Die Sommer werden zwar sehr warm, doch im Winter fällt reichlich Schnee und die Winter sind lang in Walden.


Städte

Städte in klassischem Sinne gibt es in Walden eigentlich nicht. In der Umgebung von Grafen- oder Fürstenhöfen leben in der Regel etwas mehr Waldmenschen, doch außer den beiden großen Dörfern Bierdorf und Fischingen gibt es keine bedeutsamen Siedlungen.


Befestigte Plätze

Am östlichen Ende des aus Aron kommenden Pfades der Felswand steht der waldnerische Wachturm Schwarzgreif, der auf diese Art und Weise die nahe Grenze zu Rogland und vor allem den Pfad aus Aron schützt. Die Besatzung besteht vorwiegend aus Falknern, die ihre Vögel nicht nur wie üblich zur Jagd, sondern auch zum Kampfeinsatz abrichten. Ansonsten hat jeder der Landesteile eine Herrscherburg, die auch militärisch nutzbar ist. Diese sind die Waldburg Hirschenstein in Hirschwalden, die Jagdburg Falkenberg in Büffeltal und die Waldburg Keilersfels in Edelwalden. Ansonsten dienen die Wälder als Zuflucht.


Außergewöhnliches

Walden hat nicht viel Außergewöhnliches zu bieten, abgesehen von den bereits erwähnten Wäldern und den bereits erwähnten Seen. In Walden gibt es besonders viele und besonders große Tiere, vor allem Wildschweine, Büffel, Waldbären und Hirsche unterschiedlicher Art. Ab und an verirren sich auch Wolfsrudel nach Walden, doch ist Walden kein typisches Wolfsland.


Waldmenschen

Das Volk der Waldmenschen findet man ausschließlich in Walden. Sie sind kleiner und meist auch etwas gedrungener als aronische Menschen und die Männer Waldens werden im Durchschnitt nur etwa 1,50m bis 1,60m groß. Über ihr Alter ist wenig bekannt, doch können wohl auch sie über 100 Jahre alt werden. Es ist unbekannt, mit welchem Menschenvolk sie verwandt sind, doch meinen viele, sie und die thordinischen Menschen hätten die gleichen Urahnen. Obwohl das Land Walden Gründungsteil des Königreichs Aron war, gibt es keine Verwandschaft zwischen Aronern und Waldnern. Die Waldner sind allen Fremden gegenüber skeptisch eingestellt, aronischen Menschen gegenüber beinahe feindselig. Walden ist jedoch in der Regel dafür bekannt, dass es absolut nicht kriegerisch eingestellt ist und nur seine Grenzen verteidigt. Waldmenschenmänner tragen in der Regel alle einen dichten Vollbart. Waldmenschen lieben die Natur und das Bier und bleiben gern für sich, kommen aber mit den Rogländern ganz gut zurecht. Ihre Hautfarbe ist hell, doch nicht so hell wie jene der aronischen Menschen. Augen- und Haarfarbe variieren, doch sind wohl blaue Augen außerordentlich selten.

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