Steinhart
Wald der Felsen, Lungenlast -
unbeschreibbar, immerdar.
Verborgen zwar so tief im Menschen,
zerstört, zerbricht in Heimlichkeit.
Donnerschreie, Sonnenleuchten -
grell und schmerzhaft, doch so schön;
fesselt Augen, tötet Herzen,
macht die Welt so alt und krank.
Berstend, glühend Wüstenhauch;
zarter Skorpion voll süßem Gift
wohnt in Brust und Hand und Hirn,
doch stechen, nein, das will er nicht.
Stumpfer Stoff und lahmer Stall,
prüde euer Antlitz hebt;
porös die Sichel vor der Garbe,
die in meinen Adern steht.
Sanft geschwungener Fluss von Haar -
herrlich, köstlich – so urban;
auf der Furche kalten Steins,
dem Land der Scherben ein du gehst.
Sinne wickelt eure Bänder,
drangsaliert und schnürt und stecht,
versteckt in freundliche Gewänder -
Pfui! Ihr seid so richtig schlecht!
Tumber Stolz und edler Gang,
seid Flügel der nicht fliegen kann.
All Kult und Schauspiel Lüge ist,
steinhart ist die Wirklichkeit.
JCS 03